So gesund sind Säfte und Smoothies

Der frisch gepresste Saft und der cremige Smoothie in aller Munde – was ist dran am „Just Drink It” Hype? - Gastbeitrag von Michaela Russmann

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Säfte - Wirkung und Inhaltsstoffe

Der tägliche Vitaminkick durch einen frisch gepressten Saft verspricht neben Gesundheit, ein angenehmes Sättigungsgefühl und eine leicht verdauliche Mahlzeit. Außer lecker können Säfte noch so viel mehr. Sie beugen Verkühlungen vor, schützen vor Umweltgiften und sind der Inbegriff bei Entgiftungen. Detox, Entschlacken, Entgiften, Reinigen, Clean Drinking, Vitaminbombe ... alles Begriffe, die mit einem frisch gepressten  Saft einhergehen. Aber warum ist ein Saft so kostbar und welche Mischungen sind die besten?
Säfte sind immer basisch und entsäuern den Körper. Zudem vitalisieren sie und haben eine heilende Wirkung. Köstliche Kombinationen von Obst und Gemüse haben unglaubliche Auswirkungen auf den Körper, nämlich auf Gesundheit, Fitness und Gewicht. 
Aber was haben die Säfte intus, dass die Wirkung so enorm ist. In erster Linie liefern frisch gepresste Säfte lebendige Vitalstoffe, Enzyme und Antioxidantien. Zudem versorgen uns Säfte mit wertvollem Wasser, sekundären Pflanzenstoffen, Mineralien und Spurenelementen. Als Draufgabe wir der Stoffwechsel angekurbelt und der Entgiftungsprozess effektiv eingeleitet. In Minutenschnelle gelangen die wertvollen Nährstoffe in die Zellen und geben dem Körper das, nach dem er sich sehnt ... die geballte Power.

Gepresstes Obst - Viele Vorteile oder potenzielle Risiken durch Zucker?

Hier sei gesagt, dass der Gemüseanteil sinnvollerweise überwiegen sollte. Ich empfehle gerne die „85:15 Regel“ ... 85% des Saftes oder Smoothies besteht aus Gemüsesorten und 15% aus dem doch eher zuckerlastigen Obst. Dieses Verhältnis dankt einem Körper, der Blutzuckerspiegel und natürlich auch die Zähne!

ROHGENUSS verrät seine fünf Lieblingssäfte

  1. Grüne Säfte
    Versorgen den Körper zudem mit Chlorophyll und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Blutreinigung. Bitterstoffe helfen der Leber beim Abbau der Gifte. 
  2. Apfelsaft
    Ein wahrer Gesundheitstrunk - neben verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen enthält er den antioxidativen Wirkstoff Quercetin. Dieser zerstört freie Radikale und hemmt Entzündungen.
  3. Orangensaft
    Orangen haben einen hohen Vitamin C-Gehalt. Orangensaft ist DER klassische Erkältungssaft und zudem sehr stark antioxidativ. Diese Wirkung kann vor schnellem Altern, der Entstehung von Krebs und vielen weiteren Erkrankungen vorbeugen. Zudem sorgt Orangensaft für schöne Haut, beschleunigt den Fettabbau und begünstigt die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln.
  4. Gurkensaft
    Enthält die Vitamine B, C und E, außerdem liefert er viele Mineralstoffe. So gelangen mit der Gurkenflüssigkeit jede Menge Elektrolyte in Ihren Körper, die wesentlich für den reibungslosen Ablauf vieler Körperfunktionen sind.
  5. Karottensaft
    Zuerst denkt wohl jeder an das Betacarotin und dessen Stärkung der Sehkraft. Zudem ist aus Forschungen bekannt, dass Menschen, die viel Carotinoide essen, ein deutlich geringeres Krebsrisiko haben. Das liegt an der antioxidativen Wirkung des Betacarotins. Zusätzlich liefern Karotten viel Eisen, das für die Blutbildung wichtig ist.
TIPP: Die ideale Mischung der einzelnen Saftkomponenten ist Sache des individuellen Geschmacks ... besonders lecker ist es, ein kleines Stück Ingwer mit zu pressen.

ROHGENUSS Küchentipps

Apfel-Rote Rübe Energizer

Für 1 Morgenglas
  • 1 rote Rübe
  • 1 Apfel
  • 1 cm Ingwer
  • ½ Zitrone

Die Zitrone und den Ingwer schälen. Apfel und rote Rübe waschen. Alle Zutaten durch den Entsafter pressen und frisch genießen.

Green Power

Für 1 Snackglas
  • 2 Orangen
  • ½ Gurke
  • 100 g Spinat
  • 1 Kiwi

Orange und Kiwi schälen. Gurke und Spinat waschen und alles durch den Entsafter pressen und sogleich genießen.

Smoothies - beliebt und gesund

Ob frisch vor den Augen des Kunden gemixt, schon zubereitet in Karaffen, frisch aus dem Smoothieregal in hübschen Flaschen oder länger haltbar aus den Regalen diverser Supermärkte. Fakt ist, die Smoothies bilden ein wichtigen Ernährungsteil in der Gesellschaft und sind jedermann bekannt. 

Bei Hollywoodstars wie Gwyneth Paltrow, Alessandra Ambrosio oder Nicole Richie ist der grünen Smoothie in der Hand quasi schon Pflicht.

Smoothies sind beinahe überall erhältlich und werden immer mehr auch zuhause zubereitet, mit Hilfe von Standmixern oder Hochleistungsstandmixern – den Ferraris unter den Mixern.

SMOOTHIES können viel: sie helfen beim Entgiften, Abnehmen, stillen den Hunger, versorgen mit Flüssigkeit und können auch mal zu viel sein. Noch nie war es so einfach große Mengen an Obst und Gemüse zu sich zu nehmen.

ACHTUNG: Mit großer Vorsicht sind die fertig verpackten aus dem Supermarkt zu genießen. Versteckte Zuckerzusätze und Konservierungsstoffe mindern den gesundheitsfördernden Faktor. Demnach empfiehlt sich der selbstgemachte oder vorm Kunden zubereitet Smoothie.

Fünf Dinge, die bei gesunden Smoothies beachtet werden sollten

  1. Beim Obst-Gemüseverhältnis soll der Gemüseanteil immer überwiegen.
  2. Nie mehr Obst verwenden, als man im unpürierten Zustand essen würde.
  3. Der Fruchtzuckeranteil bei reinen Obstsmoothies ist sehr hoch – hier ist auch Vorsicht bei Kinder geboten – alles mit Maß und Ziel!
  4. Abwechslung beim Grün dankt der Körper - Grünkohl, Spinat, Mangold, Salat oder Wildkräuter – so bekommt man die ideale Abwechslung.
  5. Blattgemüse macht den Körper basisch und stärkt das Immunsystem. Es enthält jede Menge Chlorophyll, fördert damit die Wundheilung und wirkt gegen Giftstoffe im Körper.

ROHGENUSS Küchentipps

Guter Morgensaft - voller Energie in den Tag

Für 2 Gläser
  • 1 Gurke
  • eine Handvoll Weintrauben
  • 1 Apfel
  • eine großzügige Handvoll frischer Spinat (optional Tiefkühlware)

Gurke, Apfel und Weintrauben mit der Saftpresse entsaften. Den Saft im Anschluss mit dem frischen Spinat pürieren und sofort servieren.

Ribiselshake - mögen auch Kinder

Für 4 Gläser
  • 200 g rote Ribiseln
  • 2 EL Agavendicksaft
  • Saft einer Limette
  • 2 EL Gojibeeren
  • 800 ml Wasser
  • 80 g Mandeln oder Cashewkerne
Ich bin kein großer Fan der aufwendigen Küche. Demnach besitze ich auch kein Nusssieb oder Nussbeutel. Wenn ich mir einen Nussdrink zubereite, dann genieße ich diese sofort, somit setzt sich kein Trester (das sind die Rückstände) am Boden ab. Für die Nussmilch gilt die Faustregel 10:1 ... 10 Teile Wasser und 1 Teil Nuss nach Wahl. Bei der Mandelmilch gebe ich gerne etwas Zimt dazu und die Cashewmilch süße ich gerne mit einer mitgemixten Dattel. Die Mandeln oder Cashewkerne über Nacht einweichen. Das Einweichwasser wegschütten und mit Agavendicksaft, Limettensaft, Gojibeeren, Wasser und den gewaschenen und vom grün befreiten Johannisbeeren im Standmixer cremig mixen. Bei Bedarf noch etwas Flüssigkeit oder Süße zugeben.

RAW Facts

Die kleine kugelförmige Beere mit der glatten Schale ist je nach Art geschmacklich völlig unterschiedlich. Von sehr fruchtig und süß bis zu säuerlich und beinahe herb können die Kügelchen eingeteilt werden. Am mildesten und aromatischten sind die weißen Ribiseln. Innen verstecken sich teils bis zu hundert kleine, dunkelbraune bis schwarze Samen. Neben einer Reihe anderer Vitamine ist der Gehalt von Kalium, Kalzium, Mangan, Pektine und Eisen bemerkenswert. Wertvolle Ballaststoffe und der hohe Fruchtsäuregehalt regen die Verdauung an und wirken gegen Verstopfung. Was gut für den Stoffwechsel ist, gefällt natürlich auch dem Hautbild. Zudem fällt das Obst mit gerade mal 33 Kalorien per 100 g nicht groß ins Gewicht und ist ein regelrechter Schlankmacher, solange die Ribisel nicht im Kuchen oder gezuckertem Eis serviert wird ☺. Auch der Wassergehalt von 85% unterstützt die schlanke Linie und macht schön! Allgemein gelten die Ribiseln als nervenberuhigend und aufgrund des hohen Vitamin C Gehalts immunstärkend.

Ihre Michaela Russmann | ROHGENUSS | www.rohgenuss.at | Fotos: Jochen Russmann