Pfefferminze - Verwendung und Wirkung

"Dr. Lhotkas Hausapotheke" - Dr. Lhotka hat die Wirkung der Pflanzen intensiv erforscht und teilt gerne sein Wissen. In dieser Serie erfahren wir die wichtigsten Anwendungsgebiete sowie die Vor- und Nachteile aller seiner Lieblingskräuter.

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Pfefferminze als Heilpflanze

Sie kennen die Pfefferminze vermutlich in erster Linie als beruhigende Tasse Kräutertee, als Aromastoff, als Cocktail- oder Dessertgarnitur, sprich als Genussmittel. Doch das altbekannte „Wunderkraut“ kann noch viel mehr. Die wenigsten sind sich der mittlerweile wissenschaftlich bestätigten therapeutischen Eigenschaften dieses natürlichen Heilmittels bewusst. Dabei hat sich die Pfefferminze längst erfolgreich in der modernen medizinischen Forschung durchgesetzt. Aktuelle Studien beweisen, wie sinnvoll es ist, die Kraft der Natur mit den neuesten Erkenntnissen der Medizin zu vereinen.

Allroundtalent für gesundheitsbewusste Menschen

  • Pfefferminze hat mitunter eine starke Heilwirkung bei der Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen und auch eine positive Wirkung bei der, immer häufiger auftretenden, Erkrankung des Reizdarmsyndroms.
  • Pfefferminze wirkt antibakteriell.  So wurde in den letzten Jahren festgestellt, dass Pfefferminzöl in der Lage ist, verschiedene Bakterienarten wie Streptokokken, Escherichia coli sowie Mycobacterium avium zu bekämpfen. Sie zählen zu den Ursachen von Krankheiten wie Tuberkulose und Morbus Crohn. Das im ätherischen Öl enthaltene Menthol bekämpft sogar Viren wie Influenza oder Herpes.
  • Extrakte aus den Blättern der Pfefferminze hemmen die Freisetzung von Histamin. Besonders bei nasalen Symptomen einer allergischen Rhinitis werden die Beschwerden durch den Einsatz von Pfefferminze deutlich gelindert.
Doch damit nicht genug: Das Aroma der Pfefferminze stärkt Ihr Gedächtnis und erhöht Ihre Wachsamkeit. In stressigen Situationen kann die Verwendung von Pfefferminzöl so ein schneller und natürlicher Helfer sein. Probieren Sie es vielleicht aus, wenn der Stress mal wieder überhand nehmen sollte.
ACHTUNG! Das ätherische Pfefferminzöl muss immer verdünnt werden, bevor es auf die Haut aufgetragen wird. Hierbei gilt wie für alle stark riechenden ätherischen Öle: Vorsicht bei Säuglingen und Kleinkindern.

4 Gründe, warum Pfefferminze in jede Hausapotheke gehört

  1. Bei Bauchschmerzen
    Das wohl bekannteste Einsatzgebiet der Pfefferminze sind Bauchschmerzen. Dank der krampflösenden Wirkung schafft sie hier in Form eines Kräutertees oftmals schnell Linderung. Was man landläufig als „verdorbener Magen“ bezeichnet ist also das Haupteinsatzgebiet der vielseitigen Heilpflanze. Ebenso hilfreich und wohltuend kann sie allerdings auch bei Blähungen und Verstopfung sein.
  2. Bei Kopfschmerzen
    Das zweithäufigste Einsatzgebiet der Pfefferminze ist eine weitläufige Volkskrankheit: Kopfschmerzen. In diesem Fall wird sie allerdings nicht als Kräutertee genossen, sondern als Öl sanft in die Haut einmassiert. Auf der Haut wirkt Pfefferminzöl angenehm kühl. Dieser Effekt hilft besonders bei Spannungskopfschmerzen und Migräne. Die Kälterezeptoren der Haut werden angeregt, während die Schmerzfasern gleichzeitig unempfindlicher werden. Dabei wirkt das Pfefferminzöl aber nicht nur gegen die Schmerzen. Auf der psychisch-seelischen Ebene reinigt und schärft Pfefferminze den Geist. Der Kopf wird frei, der Blick wieder „weiter“.
    Darüber hinaus wird das ätherische Öl häufig auch bei Erkältungserscheinungen zum Inhalieren verwendet, da es schleimlösend wirkt und die Atemwege befreit.
  3. Bei Hautirritationen
    Pfefferminzöl kann zur Beruhigung von Hautirritationen und Juckreiz sowie zur Reduzierung von Rötungen verwendet werden.
  4. Für die Zahnpflege
    Aber auch in der Zahnpflege ist Pfefferminzöl ein häufig verwendetes „Mittelchen“: Die Pfefferminze wirkt antibiotisch, infektionshemmend, entzündungshemmend, antimikrobiell, antiparasitär und antiseptisch. Zusätzlich wirkt sie adstringierend und stimulierend. Pfefferminzölextrakt konnte sich sogar gegenüber der oft im Mundwasser verwendeten Chemikalie Chlorhexidin, in der Bekämpfung von Karies durchsetzen. So beseitigt es Mundgeruch nachhaltig, schützt Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch vor schädigenden Bakterien und reduziert nachweislich den Zahnbelag. Aufgrund dieser effektiven und zugleich natürlichen Wirksamkeit hat das ätherische Öl der Pfefferminze auch in der Mund- und Zahnpflegelinie von „Dr. Lhotka Organic Dental Care“ eine große Bedeutung.
TIPP: Kaufen Sie Kräuter in der Apotheke. Dort bekommen Sie detaillierte Auskunft über Qualität, Einsatzmöglichkeiten und können die Menge je nach Bedarf selbst bestimmen.

Pfefferminze in der Küche

In Marokko findet man die Pfefferminze als Hauptzutat für das traditionelle Nationalgetränk wieder. Der marokkanische Minztee wird dann noch mit frischen Limetten, Kardamompulver und dem süßen Geschmack des Honigs verfeinert. Sehr beliebt sind auch neue Züchtungen der Minze: Schokominzen, Orangeminzen oder auch Zitronenminzen. Tatsächlich schmecken diese Sorten im Vergleich zu dem typischen Geschmack der Pfefferminze leicht nach Schokolade, Orange bzw. Zitrone und eignen sich daher besonders für die kreative Küche.
TIPP: Verwenden Sie in der Küche am besten immer frische Pfefferminzblätter. Getrocknete Blätter eignen sich nur schlecht zum Verarbeiten und kommen geschmacklich kaum an die frischen heran. Sie erhalten frische Pfefferminze mittlerweile ganzjährig in fast allen Supermärkten.

Küchentipp

Grüner Smoothie mit dem Frischekick der Pfefferminze

  • ½ Gurke
  • Blätter eines frischen Pfefferminzzweigs
  • 1 Selleriestange
  • etwas Petersilie
  • evtl. etwas Wasser
Geben Sie alle Zutaten in einen Mixer und mixen Sie sie 30 bis 40 Sekunden. Dann können Sie Ihren leckeren und gesunden Smoothie einfach direkt genießen!
Ihr Dr. Roberto Lhotka